Freude, Humor und Lachen

Reine Lebensfreude ist nicht das Ergebnis geistiger Anstrengung, sondern die verbale Umschreibung für mentale Stille, und damit ist keine Totenstille gemeint, sondern die kreative Stille des Sonnenstrahls, der Baumwurzel, des Mutterleibs. Dieser innere Frieden ist der menschliche Wesenskern, der uns von Geburt an innewohnt und einen liebevollen Blick auf die Welt ermöglicht. Sehen im wahrsten Sinn des Wortes ist kein Vorgang des Denkens, denn unser Augenlicht ist nicht in Gedanken versunken, um das zu erkennen, was sich im ewigen Hier und Jetzt offenbart.

„Nur Freude mehrt sich ewig, da Freude und Ewigkeit unzertrennlich sind.“ So lautet ein weiser Satz aus dem literarischen Werk Ein Kurs in Wundern, und so groß die Freude ist, so groß ist die Trauer über ihren Verlust. Erst wenn alle Ängste und Selbstzweifel entsorgt sind, die unsere Seele belasten, können wir den Alltag leichtfüßig durchwandern. Freude ist schwerelos und auch nie beleidigt, denn das Armdrücken um ein glückliches Leben gewinnt die ruhige Gelassenheit. In der Ruhe liegt die Kraft, und Humor bringt sich durch Lachen zum Ausdruck.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ Dieser bekannte Aphorismus von Otto Julius Bierbaum soll darauf hinweisen, das Lachen ein wahrer Triumph des Herzens über den wertenden Verstand ist, der nur das Entweder - Oder kennt. Wir werden mit reinem Herz geboren, und die frohe Botschaft ist, dass wir unsere Geburt schon zu Lebzeiten vollenden können, um erlöst zu lachen. Lachen ist ein natürlicher Jungbrunnen, und Kinder können uns auch in dieser Hinsicht ein leuchtendes Vorbild sein, denn sie lachen täglich sehr viel und sogar über sich selbst.

„Lachen ist gesund“ besagt eine Redewendung, und Freude als Gabe des Herzens ist ein Medikament, das einen Beipackzettel hat, der nur heilsame Wirkungen dokumentiert. Das angenehme Gefühl der Freude inspiriert uns mit jedem Atemzug, um gesund und heiter die Reise durch das Abenteuer zu machen, das sich Leben nennt. Dabei können wir dem Gesang des Herzens lauschen, das auf Frohsinn pocht, und Johann Wolfgang von Goethe unterstreicht dies mit dem Zitat: „Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen.“